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Donnerstag, 23.02.2012
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Franchise

Wenn Sie heute die Fußgängerzone lang gehen, werden Sie immer die gleichen Ketten wie H&M, Orsay, McDonald's, Subway etc. sehen. Alles Franchiseunternehmen, die nach einem bestimmten System betrieben werden. Dabei verkauft der so genannte Franchisenehmer auf eigene Rechnung, obwohl er die Marke und das System des Franchisegebers nutzt. Das heißt wir haben zwei Parteien im Franchise, den Franchisenehmer und dem Franchisegeber. Letztlich handelt es sich im Franchise um eine Aufteilung der Aufgaben auf die Franchisezentrale und den Franchisenehmer, der vor Ort das von der Zentrale entwickelte Konzept umsetzt. Damit wird klar, dass die unternehmerische Wahlfreiheit des Franchisenehmers im Franchise beschnitten ist. Dafür erhält der Franchisenehmer aber gegen die Zahlung von Gebühren eine entsprechende Unterstützung wie Schulung, die Marke und zahlreiche weitere Leistungen.

Definition Franchise

Der Deutsche Franchise-Verband e.V. definiert Franchise wie folgt: "Franchise ist ein vertikal-kooperativ organisiertes Absatzsystem rechtlich selbstständiger Unternehmer auf der Basis eines vertraglichen Dauerschuldverhältnisses. Dieses System tritt auf dem Markt einheitlich auf und wird geprägt durch das arbeitsteilige Leistungsprogramm der Systempartner sowie durch ein Weisungs- und Kontrollsystem zur Sicherstellung eines systemkonformen Verhaltens. Das Leistungsprogramm des Franchise-Gebers besteht aus einem Beschaffungs-, Absatz- und Organisationskonzept, dem Nutzungsrecht an Schutzrechten, der Ausbildung des Franchise-Nehmers und der Verpflichtung des Franchise-Gebers, den Franchise-Nehmer laufend und aktiv zu unterstützen und das Konzept ständig weiterzuentwickeln. Der Franchise-Nehmer ist im eigenen Namen und auf eigene Rechnung tätig; er hat das Recht und die Pflicht, das Franchise-Paket gegen Entgelt zu nutzen. Als Leistungsbeitrag liefert er Arbeit, Kapital und Information."

Eigenkapital ist notwendig

Für viele Existenzgründer ist Franchise eine attraktive Möglichkeit mit Sicherheit ins Unternehmerleben zu starten. Viele vergessen dabei, dass sich der Franchisegeber die Nutzung seiner Geschäftsidee beziehungsweise des teuer entwickelten Geschäftsmodells gut bezahlen lässt. Und damit Existenzgründer ohne Eigenkapital keine Chance haben in ein wirklich gutes Franchisesystem einzusteigen. Ja, es ist also reichlich Eigenkapital bei Franchisegründungen erforderlich. Neben einer Einstiegsgebühr zum Start, gibt es eine monatlich laufende Franchisegebühr. Da können zum Start locker 50.000€ zusammenkommen. Insofern sollten sich Existenzgründer die Zeit sparen oder sich auf Systeme konzentrieren, die Franchise ohne Eigenkapital versprechen. Aber hier gilt es dann genau zu schauen, wie die Wertigkeit des Angebots des Franchisegebers ist.

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